„Erotisches Kochen mit dem Rotationsverdampfer“ – Martin Suter wird in die Geheimnisse der Rotationsverdampfung eingeführt
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| Im Rotationsverdampfer dreht sich eine rote Flüssigkeit. Drei Männer stecken die Köpfe zusammen, die Augen konzentriert auf das Gerät gerichtet – einer davon ist Martin Suter, der Schweizer Bestsellerautor. „Ah ja, sehr gut! Jetzt habe ich nur noch ein Problem, wie erreiche ich eine höhere Kühlleistung? Bei uns zu Hause haben wir im Brunnen eine Wassertemperatur von 21°C!“ Christian Zwicky und Matthias Schacht finden für alles eine Lösung und Martin Suter scheint sehr zufrieden zu sein, denn die Rotationsverdampfung verschafft tatsächlich „rasche Wirkungen“! Maravan, der tamilische Kochkünstler, würde staunen und Andrea, seine gewiefte Geschäftspartnerin, wäre begeistert – und Herr Suter? Der probiert verschmitzt von der Blutorangenessenz, die im Labor der Firma BUCHI zubereitet wurde. „Ich muss sagen, Maravan hätte noch besser gekocht, wenn er von BUCHI in die Geheimnisse der Rotationsverdampfung eingeführt worden wäre.“ Der tamilische Küchengehilfe Maravan ist die Hauptfigur in Martin Suters neustem Roman Der Koch. Mit seinen erotischen Menüs verführt er die Leute zu unglaublichen Sachen. „Als ich nach einem neuen Romanthema suchte, habe ich mich gefragt: Was wäre wenn jemand eine Fähigkeit hätte, mit der er andere Leute beeinflussen kann. Aufgrund dieser ersten Idee kam ich auf die erotische Küche, denn wenn jemand seine Gäste erotisch beeinflussen kann, dann hat er ziemlich viel Macht über sie.“ | |
Im Gespräch mit Christian Zwicky erzählt Martin Suter von seinen Experimenten mit Destillationsgeräten. in seiner Bodega in Spanien stellt er Olivenöl, Wein und Schnäpse her. In Guatemala, wo er mit seiner Familie zeitweise lebt, baut er sogar Kaffee an. „Ich habe herausgefunden, wie man den Kaffee entkoffeiniert. In dieser Zeit wird unsere Küche in Guatemala kurzerhand zum Labor“. |
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Bei Maravans Kochkünsten ist jedoch ganz bestimmt Zauberei im Spiel. Er versucht mit Hilfe des Rotationsverdampfers die Essenz des Duftes seiner Jugend zu gewinnen. „Ich glaube, es geht eigentlich in allen meinen Büchern in irgendeiner Weise um die Suche nach neuen Identitäten. Also um die Frage was bin ich, was könnte ich noch sein.“ Suter ist überzeugt, dass man dieses Motiv der Verwandlung auch auf Lebensmittel anwenden kann. „Die Identität einer Zitrone kann sich ändern, das haben wir vorher im Labor gesehen und plötzlich stösst man auf die Essenz dieser Zitrone“. Suters Faszination für das Verfahren der Rotationsverdampfung ist somit eng mit seiner Tätigkeit als Schriftsteller verbunden – es ist die Suche nach neuen Identitäten! |


